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Übung "Gotthard"

"Gotthard" hieß die Übung am Samstag den 25.06.2016 - ein Zug mit Verletzten und Betroffenen stand im neuen Burgbergtunnel. Viel zu tun für alle Helfer - aber gemeinsam wurden alle Patienten und Betroffenen geborgen, versorgt und in ein Übungskrankenhaus bzw. eine Betreuungsstelle gebracht.

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Die UG-SanEL war mit sechs Helfern und zwei Fahrzeugen im Einsatz und übernahm Kommunikation, Dokumentation, Bereitstellungsraum, Transportkoordination und Ausgangsregistrierung.

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Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit an die BRK Bereitschaft Erlangen 1BRK Bereitschaft Erlangen 2BRK HerzogenaurachBRK Bereitschaft Höchstadt / AischBRK Bereitschaft Baiersdorf, BRK Bereitschaft Heroldsberg, Feuerwehr ErlangenTHW Erlangen, Polizei, Deutsche Bahn und natürlich an unseren ELRD, Orgl und LNA!

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Und ein dickes Dankeschön an die Übungsvorbereiter, die Mimen, Schminker, die Bereitschaft Erlangen 4 für die "Verpflegung danach" und die UG-San EL Nürnberger Land für die Unterstützung als Übungsleitstelle - war eine tolle Übung!

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Im folgenden der Bericht des Kreisverbandes über die Übung:

Stromausfall in Erlangen -
S-Bahn steckt im Burgberg-Tunnel fest !
Einsatzübung „Gotthard“ des BRK Erlangen

Erlangen, 27/06/16

Auf Initiative des Bayerischen Roten Kreuzes Erlangen-Höchstadt führten die Hilfsorganisationen der Stadt Erlangen und die Bundespolizei mit der DB Netz AG, der DB Regio und dem Notfallmanagement der DB am Samstag 25. Juni 2016 eine großangelegte Einsatzübung unterhalb der sogenannten Katastrophenschwelle durch. 

Unter den Namen „Gotthard“ galt es, seit 10:00 Uhr 94 Fahrgäste aus einer stehenden S-Bahn zu evakuieren. Rund 240 Gesamtteilnehmer mit 41 Einsatzfahrzeugen kamen insgesamt zum Einsatz, davon waren allein acht Einsatzeinheiten aus dem BRK KV Erlangen-Höchstadt vor Ort, mit 70 Einsatzkräften und 25 Rettungsfahrzeugen. Verletzte und Betroffene wurden durch die Notfalldarstellung des JRK Erlangen „real“ präpariert.

Bei der Vorbereitung dieser Übung nutzte man die einmalige Gelegenheit, das Geschehen auf der ICE-Tunnel-Neubaustrecke im Erlanger Stadtgebiet zwischen der Bayreuther Straße und dem Bubenreuther Weg zu realisieren. Der Zugverkehr auf der bereits bestehenden, zweigleisigen Bahnstrecke Nürnberg – Bamberg blieb deshalb von der mehrstündigen Übung unberührt. 

Die Übung, die seit mehreren Monaten durch einen engen Stab bestehend aus Vertretern des BRK Erlangen, Feuerwehr Erlangen , der DB Regio und DB Netz AG, THW Erlangen und der Bundespolizei geplant wurde, soll die Echtzeit und vor allem die tatsächlich benötigten Kapazitäten von Helfern und Einsatzgeräten für eine Evakuierung eines Personenzuges aus dem 300 Meter langen „Burgberg-Tunnel“ aufzeigen.  
Dabei sieht das Drehbuch einen, durch einen plötzlichen Stromausfall, stehenden S-Bahnzug in Höhe des Südportals (Bayreuther Straße) vor. Ein durchaus reales Szenario, wie es bei kritischen Infrastrukturen vorkommt, und deshalb auch geübt werden muss. 

Die Rettung/Evakuierung der teilweise verletzten, traumatisierten, gehfähigen und nichtgehfähigen Fahrgäste erfolgt über das Nordportal (Bubenreuther-Weg). Der Einsatz von speziellen Gerätschaften für Schienenunfälle wie z.B. dem „Rettungssatz Bahn“ mit Plattformen und Gleiswagen wurde durch die Feuerwehr Erlangen sichergestellt. Beim BRK Erlangen ist ein neuer geländegängiger Kommandowagen auf Basis eines Lada Niva im Einsatz, der auch für schwieriges Gelände geeignet ist.

Die Ausleuchtung des Tunnels, die Funk-Kommunikation, die Sichtung, Evakuierung und Versorgung der Zuginsassen sind Übungsschwerpunkte. Dazu wird auch eine Sanitäts-Einsatzleitung mit Organisatorischem Leiter, Leitenden Notarzt und einer Unterstützungsgruppe San-EL eingesetzt.
Zur Übungsauswertung sind allein vier organisationsinterne Fotografen eingesetzt, neben Beobachtern aus allen Fachbereichen.

Die Einsatzübung war freilaufend, d.h. der weitere Ablauf ist nach dem Eintreffen der Hilfsmannschaften an der Einsatzstelle ungewiss und muss von den Abschnittsleitern zusammen mit der Einsatzleitung vor Ort geführt werden. Eine genaue Auswertung der Übung soll dann in den nächsten Tagen erfolgen und weitere Erkenntnisse für alle Verantwortlichen bringen. 

Als Betreuungsstelle für die evakuierten Personen sowie als „angedachtes“ Krankenhaus wurde das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bubenreuth dankenswerter Weise bereitgestellt. 

Nach knapp 90 Minuten waren alle Betroffenen und Verletzten gerettet und versorgt. Julian Pertek, der Übungsleiter des BRK bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die trotz der großen Hitze hervorragenden Einsatz gezeigt haben.